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Vaillant, Jean Alexandre, französischer Professor und Publizist,Paris 28.10. 1804, † ebd. 18.03.1886.
Leben
Aus einer bescheidenen bürgerlichen Familie stammend, studierte V. an den Kollegien de Bellay und Henri IV. in Paris. Nach einem mißlungenen Versuch, in Mexiko eine französische Grundschule zu gründen, entschloß er sich, in die rumänischen Fürstentümer zu reisen (1829), die für ihn eine zweite Heimat werden sollten. Er ließ sich in Bukarest nieder, wo er ein französisches Pensionat eröffnete mit dem Ziel, rumänische Jugendliche für Hochschulstudien im Ausland vorzubereiten. Seine von der liberalen und revolutionären Ideologie durchdrungenen Vorlesungen haben zur Heranbildung einer Pleiade von Jugendlichen beigetragen, die im politischen und kulturellen Leben des Landes eine führende Rolle gespielt haben (Constantin A. Rosetti, Nicolae Bälcesca, Ion Ghica, Grigore Alexandrescu u. a.). Er beteiligte sich 1840 an der geheimen Tätigkeit einer revolutionären Gruppe, die sich die Unabhängigkeit des Landes und seine Entwicklung auf demokratischen Grundlagen zum Ziel gesetzt hatte. Aus der Walachei ausgewiesen, flüchtete V. in die Moldau, wo er mit Mihail Kogälniceana, Aleea Rasso, Costacbe Negrazzi und anderen fortschrittlich gesinnten Jugendlichen in Verbindung trat. Nachdem er wegen seiner revolutionären Tätigkeit auch aus der Moldau ausgewiesen wurde, ließ er sich in Istanbul nieder (1845). Seine Haltung während der Revolution von 1848 zwang ihn, nach Frankreich zurückzukehren. In Paris entfaltete er eine rege publizistische Tätigkeit zur Unterstützung des Kampfes der Rumänen für nationale Unabhängigkeit und Einheit; seine Schriften haben die Öffentlichkeit des Westens während des Krimkrieges und der darauffolgenden diplomatischen Verhandlungen zugunsten der rumänischen Sache beeinflußt.
Beginnend mit den ersten Jahren seines Aufenthaltes in der Walachei bis zu seinem Lebensende hat V. zahlreiche Arbeiten über Geschichte, Sprache, Zivilisation und politische Lage der Rumänen veröffentlicht. Die bedeutendsten dieser von der Idee des lateinischen Ursprungs des rumänischen Volkes und seines Rechtes auf Einheit und Unabhängigkeit durchdrungenen Arbeiten sind: „Grammaire valaque à l’usage du Français“ (1836, mit mehreren Auflagen), „Vocabulaire français-roumain et roumain-français“ (1839), „Episode de la Question d’Orient, Russie, Valachie, Moldavie“ (1842), „La Românie ou origines, langue, géographie, histoire, littérature, orographie, statistique des peuples de la langue d’or, Ardialiens, Valaques et Moldaves, résumés sous le nom de Romans“ (1844/45), „Solution de la Question d’Orient“ (1853), „Actes diplomatiques constatant l’autonomie politique de la Roumanie“ (1857).
Literatur
Haneş, Vasile: Formarea opiniunii francese asupra României în secolul al XIX-lea. Bd 2. Bucureşti, Craiova 1929, 63-93.
Cudalbu-Sluşanschi, Oltea: Contributions à la biographie et à l’oeuvre de J. A. Vaillant. In: Mélanges de l’Ecole roumaine en France 14 (1937/38), 1- 113.
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